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Kommunikation ist alles

Sich mit Kollegen und Vorgesetzten zu verstehen und sich gut fühlen - das möchte wohl jeder gerne! Warum kommt es im Gespräch bloß immer wieder zu Missverständnissen, Enttäuschungen und Streit und wie kann man das vermeiden? Wer folgende Punkte beachtet, kann eine gute Grundstimmung erzeugen und im Konfliktfall für einen angenehme Gesprächsebene sorgen.

Miteinander reden

Es stimmt schon, Zuhörer sind gefragt, und ein Gespräch kommt ja tatsächlich nur richtig auf, wenn wenigstens einer der Partner auch auf das eingeht, was gesagt wird, also aktiv zuhört und nachfragt.

Klar reden

Mehr Chancen für gute und konstruktive Gespräche haben Sie, wenn Sie alles dafür tun, dass der andere genau das hört, was Sie sagen und meinen. Am besten so:

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  • Seien Sie offen und freundlich.
  • Versetzen Sie sich in die Lage des anderen.
  • Sprechen Sie deutlich.
  • Lassen Sie andere ausreden. Fragen Sie nach, wenn Sie nicht wissen, was der andere meint.
  • Missverständnisse können leicht entstehen, auch ohne, dass Sie es beabsichtigen. Entschuldigen Sie sich also lieber einmal öfter.

Diese Regeln helfen auch, wenn Sie in der Öffentlichkeit reden, etwa bei einer Präsentation in der Klasse, bei einer Diskussion oder im Beruf.

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Gut zuhören

So klappt die Verständigung besser. Schauen Sie den Sprecher an, seien Sie aufmerksam und werden Sie nicht unruhig.

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Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, sollten Sie nicht sofort widersprechen. Fragen Sie stattdessen, was der andere sagen wollte.
Signale des Körpers wie Blick, Gesichtsausdruck, Körperhaltung, Stimmklang, Betonung und Sprechtempo sagen manchmal mehr als Worte. Sie können uns helfen, das Gesagte besser zu verstehen. Gefühle wie Angst, Wut oder Traurigkeit können andererseits auch die Verständigung behindern oder sogar zu Konflikten führen.

Sich verständigen, das scheint so einfach zu sein! Wenn man sich nur klar ausdrückt (und davon ist fast jeder überzeugt), müsste doch jeder verstehen, was gemeint ist? Warum kommt es dann so leicht und so häufig zu Missverständnissen?

Das erklärt der Kommunikationsforscher Friedemann Schulz von Thun mit dem Sender – Botschaft – Empfänger – Modell.
Miteinander reden bedeutet, eine Botschaft von einer Person (dem Sender) zu einer anderen (dem Empfänger) zu übermitteln und umgekehrt. Und was sagt die Botschaft? Sie umfasst mehr als die reine Sachinformation. Enthalten sind nach Schulz von Thun drei weitere Botschaften: Über den Sprecher selbst, die Beziehung zwischen den beiden und ein so genannter Appell, also das, was der Hörende tun oder denken soll. Was das auch heißt: Auf allen vier Kanälen kann der andere die Botschaft anders verstehen als sie gemeint ist.

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Das 4-Ohren-Modell

Eine Aussage - vier Botschaften: Ein Kommunikationsmodell

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Worum geht es?
(Sachverhalt)?
Was ist mit dem Sprechenden?
(Selbstoffenbarung)
Nachricht
Wie redet der mit mir?
(Beziehung)
Was soll ich jetzt tun?
(Wunsch oder Appell)

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Missverständnisse vermeiden

Wie Missverständnisse entstehen können, wird an einem Beispiel leicht erkennbar. Etwa, wenn der Satz: Wo hast du die Klamotte her? mit Hilfe des Modells aufgeschlüsselt wird.

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Auf der Sachebene wird die Informations-Frage gestellt: Wo gibt es solche Sachen? Der Fragende outet sich und signalisiert auf der persönlichen Ebene etwa durch den bewundernden oder abschätzigen Tonfall seine Meinung. Und deutet (auf der Beziehungs-Ebene) an: Ich bin besser als du! Oder: Du bist besser als ich! Als Appell will er erreichen: „Sag mir, wo ich so was finde!“ Oder: „Das kannst du doch nicht anziehen!“ Nun bleibt nur noch die Frage: Versteht der oder die andere diese Äußerung auch genauso, wie sie gemeint ist?

Fazit: Wenn Gesprächspartner wissen oder erkennen, dass selbst bei bester Absicht Missverständnisse entstehen können, dann kann ein Streit leicht(er) vermieden werden, und es muss nicht erst zum Konflikt kommen.
Und wenn es doch einmal zum Konflikt kommt? Dann können im Unternehmen gegebenenfalls Streitschlichter helfen.

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Erfolgsfaktor Smalltalk

Smalltalk, wörtlich kleine Unterhaltung, ist eigentlich nichts weiter als ein belangloses Gespräch. Smalltalk ist aber trotzdem keine Zeitverschwendung, vielmehr ist es Ausgangspunkt für jede weiterführende Kommunikation, sei es im gesellschaftlichen Leben oder privat, im Gespräch mit dem Lehrer oder später im Job mit Vorgesetzten, Kollegen oder mit Kunden. Hier zeigt sich, ob Sie auf fremde Menschen zugehen, Kontakte knüpfen und eine kooperative Gesprächsatmosphäre schaffen können.

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Ein Anfänger in der Kunst des Smalltalks sollte es sich nicht zu schwer machen. Sie müssen nicht immer etwas besonders Witziges oder super Schlaues sagen, setzen Sie sich bloß nicht unter Druck! Beobachten Sie, wie andere in ein “belangloses” Gespräch starten - und reden einfach über etwas Offensichtliches - wie wäre es mit dem Wetter? Jeden interessiert es, und jeder kann mitreden. Probieren Sie es mal aus! Geeignete Themen sind allgemein Interessantes wie der unerwartete Erfolg des neuesten Films oder auch Persönliches wie Hobbys, Erlebnisse vom Wochenende, Essen.

Politische und religiöse Äußerungen oder gar Bemerkungen über Dritte sind beim Smalltalk nicht erwünscht. Denn dabei könnten Sie in Streit geraten - das Gegenteil von Smalltalk. Oder der Andere ist ausgerechnet mit der Person befreundet, über die Sie gerade sprechen.

Geheimtipp: Zuhören! Denn beim Smalltalk kommt es vor allem auf eine angenehme Atmosphäre und das Finden von Gemeinsamkeiten an. Sie erfahren viel über den anderen, wenn Sie ihm zuhören - Ihre Fragen ergeben sich dann fast von selbst. Und, erzählen Sie auch etwas von sich.

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