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Beitragssätze

Gleitzonenregelung

Arbeitsentgelt von 400,01 bis 800,00 Euro

In der Gleitzone besteht zwar Versicherungspflicht zu allen Sozialversicherungszweigen, zur Abfederung der Beitragsbelastung des Arbeitnehmers im Niedriglohnbereich wird hier der Gesamtbeitrag aber nicht vom tatsächlichen Arbeitsentgelt, sondern von einem geringeren „Bemessungsentgelt“ berechnet. Die Formel zur Berechnung des Bemessungsentgelts:

ab 01.01.2008:
1,2268 x tatsächliches Arbeitsentgelt
– 181,44
= Bemessungsentgelt
(Faktor "F" = 0,7732)

ab 01.01.2009:
1,2528 x tatsächliches Arbeitsentgelt
– 202,24
= Bemessungsentgelt
(Faktor "F" = 0,7472)

ab 01.01.2010:
1,2415 x tatsächliches Arbeitsentgelt
– 193,20
= Bemessungsentgelt
(Faktor "F" = 0,7585)

Für die Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer gilt:

Renten- und Arbeitslosenversicherung

Bemessungsentgelt x 1/2 Beitragssatz
= 1/2 Beitrag (gerundet) x 2
= Gesamtbeitrag

tatsächliches Arbeitsentgelt
x 1/2 Beitragssatz
= Arbeitgeberanteil (gerundet)

Gesamtbeitrag ./. Arbeitgeberanteil
= Arbeitnehmeranteil

Krankenversicherung

Die Arbeitnehmer tragen den im einheitlichen Beitragssatz enthaltenen Sonderzuschlag von 0,9 % allein. Den Rest tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte.
(Beitragssatz - 0,9%):2 = 1/2 Beitragssatz)

Bemessungsentgelt x 1/2 Beitragssatz
= 1/2 Beitrag (gerundet)
+ Bemessungsentgelt x (1/2 Beitragssatz + 0,9%)
= Gesamtbeitrag (gerundet)

tatsächliches Arbeitsentgelt
x 1/2 Beitragssatz
= Arbeitgeberanteil (gerundet)

Gesamtbeitrag ./. Arbeitgeberanteil
= Arbeitnehmeranteil

Pflegeversicherung

Der Beitragszuschlag für Kinderlose ist grundsätzlich vom Arbeitnehmer zu tragen. Der Beitragszuschlag errechnet sich aus dem Bemessungsentgelt.

Bemessungsentgelt x 1/2 Beitragssatz
= 1/2 Beitrag (gerundet)
+ Bemessungsentgelt x (1/2 Beitragssatz)
+ 0,25 v. H. Beitragszuschlag
= Gesamtbeitrag (gerundet)

tatsächliches Arbeitsentgelt
x 1/2 Beitragssatz
= Arbeitgeberanteil (gerundet)

Gesamtbeitrag ./. Arbeitgeberanteil
= Arbeitnehmeranteil

Die Gleitzonenregelung gilt nicht für zur Berufsausbildung Beschäftigte.

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