Wege aus der Informationsflut
Dank Internet und Mobiltelefon sind Arbeitnehmer heute praktisch überall und jederzeit erreichbar. Informationen lassen sich beliebig speichern und können nach Versand sofort weiterverarbeitet werden. Doch viele Menschen fühlen sich inzwischen von der Datenschwemme überfordert. Dabei bringen schon einfache Maßnahmen Entlastung.
Nach jüngsten Untersuchungen geht an einem Arbeitsplatz in den Vereinigten Staaten durchschnittlich alle elf Minuten eine E-Mail ein. Das bedeutet alle elf Minuten eine Ablenkung für den Arbeitnehmer, der sich mit der Nachricht befassen muss, selbst wenn sie sich anschließend als unwichtig erweist. Arbeitsunterbrechungen durch klingelnde Telefone, Meetings und persönliche Anfragen kommen noch dazu.
Dementsprechend leidet, bei aller Motivation der Mitarbeiter, die Qualität des Arbeitsergebnisses. Experten des US-Forschungsunternehmens Basex schätzen die Verluste, die amerikanischen Unternehmen allein durch die E-Mail-Flut entstehen, inzwischen auf 650 Milliarden US$ jährlich.
Auch für deutsche Unternehmen ist die sogenannte Informationsüberflutung inzwischen ein ernstes Problem. So wird in der Fachsprache ein übermäßiger Informationseingang bezeichnet, der die Arbeitskapazität des Empfängers überfordert. Mit Schätzungen über die Kosten sind Experten hierzulande allerdings noch vorsichtig.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales über Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz forscht, hat bereits vor einigen Jahren Studien dazu durchgeführt und berät Unternehmen im Umgang mit der Datenflut.
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Autor: Jens Kreutzfeldt




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