Schlafkiller Job?!
Die schnelllebige Dienstleistungsgesellschaft raubt Menschen den Schlaf und beeinträchtigt dadurch ihr Wohlbefinden und ihre Produktivität. Der neue DAK-Gesundheitsreport 2010 belegt: Schlafstörungen sind bei Berufstätigen weit verbreitet.
Das waren noch Zeiten: Das Fernsehen zeigte ein Testbild, in Unternehmen liefen Anrufbeantworter, und wenn zu Hause nach 23 Uhr das Telefon klingelte, war es meist ein Notfall. Der Tag kam zur Ruhe - und wir mit ihm. Heute jedoch verlagern sich immer mehr Tätigkeiten des täglichen Lebens in die Nacht, weil tagsüber zu wenig Zeit bleibt: Menschen kaufen auch nach Ladenschluss noch online ein, informieren sich, schreiben E-Mails und arbeiten auf dem Firmen-Laptop.
"Die Dienstleistungsgesellschaft macht die Nacht zum Tage, obwohl uns der Tag-Nacht-Rhythmus biologisch vorgegeben ist", sagt Diplom- Psychologe Frank Meiners von der DAK. "Gesunder Schlaf ist eine wesentliche Voraussetzung für ein gesundes und produktives Leben. Aber immer mehr Menschen fällt es schwer, nachts abzuschalten." Laut einer DAKVerbrauchte Studie zufolge leiden bereits 49 Prozent der Deutschen unter Schlafstörungen. 70 Prozent führen dies auf die Bedingungen im Job zurück. Das wiederum bedeutet: Wer müde ist, macht Fehler. Wenn ein übermüdeter Mensch im entscheidenden Moment falsch reagiert, kann das auch zu größeren Unglücken oder Unfällen führen.
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Autor: Martin Grünwald




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