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Der Job als Krankmacher

Dauerstress, schlechtes Betriebsklima, Angst um den Job. Für viele Menschen bestimmen diese Gefühle den Arbeitsalltag - die Wirtschaftskrise verschlimmert die Sorgen noch zusätzlich. Der Druck kann so groß werden, dass er psychisch krank macht. Aber: Das muss nicht passieren. Arbeitnehmer und Unternehmen können viel für die seelische Gesundheit tun.

Eine E-Mail nach der anderen läuft im Postfach auf, die Deadline für den Auftrag rückt immer näher, und ständig ändern die Kunden ihre Wünsche. Die Kollegin mit den entscheidenden Infos meldet sich nicht zurück, vom Vorgesetzten kommt seit Wochen keine Rückmeldung, und die Chefin lässt sich mal wieder nicht in die Karten schauen - so kann Arbeitsalltag aussehen. Für viele Menschen ist es der blanke Horror, anderen macht der Stress nichts aus. Im Gegenteil, sie genießen jede Herausforderung und freuen sich, wenn es richtig zur Sache geht. Doch Vorsicht: Bei Dauerstress stößt irgendwann jeder an seine Grenzen.

Auch die Supermotivierten. Positiv oder negativ: Die Arbeit beeinflusst unser Wohlbefinden. Das zeigt sich vor allem jetzt, da die Wirtschaftskrise existenzielle Fragen aufkommen lässt: Habe ich nächsten Monat noch einen Job? Sind meine Leistungen so gut, dass mich meine Firma trotz schlechter Zeiten weiterbeschäftigt, oder entscheidet sie sich für den Kollegen im Büro nebenan? Solche Ängste gehen auf Dauer an die Substanz. Besser, man achtet auf einen vernünftigen Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben. Arbeitsbedingte psychische Störungen treten in Deutschland immer häufiger auf. Laut DAKGesundheitsreport 2009 lag ihr Anteil am Krankenstand im vergangenen Jahr bei 10,6 %. Die dadurch verursachten Fehltage nahmen gegenüber 2007 um 7,9 % zu. Angstzustände und Depressionen sind die vierthäufigste Krankheit am Arbeitsplatz und werden nach EU-Schätzungen in 15 Jahren auf Platz zwei vorgerückt sein.

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Autor: Susanne Theisen

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