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Heute an morgen denken

Schleichend und deshalb häufig unbeachtet vollzieht sich der demografische Wandel in Deutschland. Akuter Fachkräftemangel in zahlreichen Unternehmen wird nur eine seiner Folgen sein. Weil diese erst in fünf bis zehn Jahren sichtbar werden, verspüren viele Unternehmer und Personalmanager keinen Handlungsdruck. Gut beraten ist, wer bereits heute über Strategien nachdenkt, mit denen gut ausgebildetes und motiviertes junges Personal gebunden werden kann.

immer noch nur die Hälfte der möglichen Punkte, macht Deutschland aber neben Großbritannien nun zum Spitzenreiter - zumindest im Problembewusstsein. Unternehmen, die den Strukturwandel in ihrer Belegschaft aktiv angehen wollen, sollten daher beizeiten ein effizientes Demografiemanagement aufbauen. Gefragt sind dafür in erster Linie die Personalverantwortlichen. Sie müssen den demografischen Wandel als strategisch vorrangiges Thema identifizieren und in den Vorstandsetagen beziehungsweise beim Unternehmer selbst dafür ein Bewusstsein schaffen. Gezielt müssen die Bereiche benannt werden, in denen der Fachkräftemangel als Erstes einsetzen wird.

Dazu gehört auch, Gründe für die zu erwartenden personellen Schwierigkeiten zu ermitteln: Werden genug junge Leute ausgebildet? Wie können sie nach Ausbildungsende weiter beschäftigt werden? Wird genug in die Weiterbildung und Gesundheit der älteren Mitarbeiter investiert, um sie leistungsfähig und motiviert bis an ihr Rentenalter und gegebenenfalls darüber hinaus zu halten? Ziel der Selbstbefragung ist es, einen Aktionsplan zur Unternehmensdemografie zu entwickeln, der nicht nur das eigentliche Fachpersonal im Blick hat, sondern auch Facetten wie Produktentwicklung oder Marketing betrachtet. Auf diese Weise lassen sich dann auch neue Kundengruppen oder Märkte erschließen.

Illustration: Auflistungstabelle: Die Grafik zeigt, wie viel Prozent der älteren Menschen(55 bis 64 Jahre) eines Landes noch erwerbstätig sind.

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Der demografische Wandel wird sich auf alle Gesellschaftsbereiche auswirken - nicht zuletzt auf die Arbeitswelt. Im Zuge der Alterung der Gesellschaft verändert sich auch die Altersstruktur der Belegschaften in den Betrieben. Fest steht schon jetzt, dass es gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen in Zukunft schwieriger sein wird, bei Bedarf neue, junge Arbeitskräfte zu finden – einfach, weil es nicht mehr so viele geben wird. Darauf muss man sich in den Betrieben schon heute vorbereiten. Nur wer gleichermaßen in Technik, in Weiterbildung und in Gesundheitsförderung investiert, wird künftig mit qualifizierten, motivierten und gesunden Mitarbeitern im Wettbewerb bestehen können.

Mit dem interaktiven Internetangebot "Der Demograf" (Verknüpfung mit einer Internetseite außerhalb DAK.dewww.der-demograf.de) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales können Sie testen, ob Ihr Unternehmen demografiefest ist. Dazu benötigen Sie lediglich zehn Minuten Ihrer Zeit zum Beantworten einiger Fragen aus fünf Bereichen der Betriebsführung. Als Ergebnis erhalten Sie einen groben Überblick über Ihre demografische Ist-Situation. Das Ergebnis Ihrer Selbsteinschätzung liefert Ihnen darüber hinaus bereits erste Hinweise zum Handlungsbedarf, um Ihr Unternehmen fit für den demografischen Wandel zu machen.

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Author: Andreas Roth

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