Erfahrung erhalten
Ergänzung
Die Menschen in Deutschland werden immer älter und bleiben länger leistungsfähig - darin liegen Potenziale für die Berufswelt. Werden Arbeitsplätze altersgerecht gestaltet, profitieren Unternehmen und ältere Mitarbeiter davon gleichermaßen.
Bei dem bayrischen Automobilbauer BMW am Standort Dingolfing ist die nahe Zukunft bereits Realität: Die Türschwellen der Rohkarosserien befinden sich genau in Brusthöhe des Monteurs. Ein anderer sitzt bequem auf einem gepolsterten Hocker, um zeitweise seinen Rücken zu entlasten. Ein dritter kann mühelos mit einer großen Lupe die ganz kleine Seriennummer eines Fertigungsteils lesen. Damit lässt sich seine alterstypische Sehkraftschwäche ausgleichen. Alle Computerbildschirme sind schräg gestellt und mit größerer Schrift versehen. Der in der Montagehalle verlegte Holzfußboden vermittelt eine angenehme Atmosphäre und sorgt obendrein für eine bessere Dämpfung beziehungsweise Federung, damit die Mitarbeiter mit individuell angepassten Arbeitsschuhen längere Zeit ermüdungsfrei stehen können.
Wie sich eine tendenziell ältere Belegschaft in der Fertigung auswirkt und wie sich körperliche Arbeit ergonomischer und altersgerechter organisieren lässt, hat BMW in einem Pilotprojekt im Dingolfinger Werk simuliert. An einer Produktionslinie der Hinterachsgetriebemontage wurde die Altersstruktur, wie sie für 2017 prognostiziert wird, bereits heute dargestellt. Wichtigstes Ergebnis des Projekts "Arbeitssystem 2017": Eine ältere Belegschaft arbeitet genau so effizient wie vergleichbare Produktionsbereiche mit deutlich jüngeren Mitarbeitern.




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Ältere länger im Betrieb
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