Doping am Arbeitsplatz
Für ihren Gesundheitsreport 2009 hat die DAK die Krankschreibungen von mehr als 2,5 Millionen berufstätigen Mitgliedern analysiert. Schwerpunktthema des diesjährigen Berichts: die Einnahme von leistungssteigernden Medikamenten am Arbeitsplatz.
Das wichtigste Ergebnis zuerst: Der Krankenstand ist im zweiten Jahr in Folge geringfügig gestiegen. Dennoch befindet er sich im Vergleich zu den Vorjahren noch auf einem relativ niedrigen Niveau. Insgesamt stieg der Krankenstand 2008 auf 3,3 %, während er 2007 noch bei 3,2 % lag. Im Durchschnitt fehlten DAK-Versicherte 2008 11,9 Tage am Arbeitsplatz - gegenüber 11,5 Tagen im Jahr davor. 47,6 % aller Arbeitnehmer reichten 2008 mindestens eine Krankmeldung ein. "Es gibt keinen Grund, hieraus eine Trendwende herbeizureden, da das Niveau weiterhin niedrig ist", kommentiert DAK-Chef Prof. Dr. Herbert Rebscher die Entwicklung.
Drei Krankheitsarten verursachen mehr als die Hälfte des Krankenstandes. Die häufigste Erkrankung sind weiterhin Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Auf sie entfallen mehr als ein Fünftel aller Krankheitstage. An zweiter Stelle stehen Erkrankungen der Atemwege mit einem Anteil von 16,7 %, gefolgt von Verletzungen mit 14,1 % der Krankheitstage. Alarmierend ist die Entwicklung der psychischen Krankheiten. Sie legten 2008 im Vergleich zum Vorjahr mit 7,9 % überproportional zu. Zwischen 1998 und 2008 stieg der Anteil am Krankenstand um gut 60 % von 6,6 auf 10,6 %. "Insbesondere chronischer Stress in der modernen Arbeitswelt ist ein ernsthafter Risikofaktor für seelische Krankheiten", betont DAK-Vorstand Prof. Dr. Rebscher.




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