Vier Fünftel der Deutschen trägt nicht passendes Schuhwerk
Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Sie sind entweder zu groß oder passen überhaupt nicht: 80 Prozent der Deutschen tragen nicht passende Schuhe. Dieses Ergebnis des "Deutschen Fußreports" teilten das Deutsche Schuhinstitut (DSI) und der Bundesverband der Deutschen Schuhindustrie (HDS) am Mittwoch in Frankfurt mit. Eine weitere Erkenntnis: Die Füße sind in den vergangenen Jahrzehnten zwar nicht länger, dafür aber auffällig breiter geworden.
Rund 82 Prozent der Deutschen kaufen und tragen Schuhe in einer Größe, die nicht ihren Maßen entspricht, so das Ergebnis der größten Fußmesss-Aktion, die es hierzulande je gab. 75 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen würden zu große beziehungsweise zu lange Schuhe tragen. Zu kleine Schuhe wählten hingegen nur 20 Prozent der Frauen und 12 Prozent der Männer. Die häufigsten Schuhgrößen bei Frauen seien 38 und 39, die meisten Männer würden Größe 42 tragen.
Für die Studie haben Wissenschaftler vom Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens (PFI) und vom Bekleidungsphysiologischen Instituts Hohenstein drei Jahre lang die Füße von 5200 Frauen und Männern untersucht. Insgesamt sind im Auftrag des DSI rund 10 400 Füße morgens, mittags und abends mit einem 3D-Scanner von der kleinen Zehe bis zum Knie vermessen worden.
Die Forscher fanden heraus, dass die Uhrzeit beim Schuhkauf eine Rolle spiele - da die Füße abends dicker sind als morgens. "Darum sollte man Abendschuhe abends kaufen, um zu verhindern, dass sie später zu eng sind", sagt Monika Becker, Studienleiterin des Deutschen Fußreports. Schuhe, die den ganzen Tag über getragen werden, sollten am besten nachmittags gekauft werden. Ansonsten könnten sie zu groß oder zu klein sein.









