Zucker - die süße Sucht
Zu viel Zucker ist Gift. Leider nehmen immer mehr Kinder immer mehr Zucker zu sich – den größten Teil davon über Softdrinks, wie das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund festgestellt hat.
Weil zu viel Zucker nicht nur kaputte Zähne, sondern auch Übergewicht fördert, sind in Kalifornien Limonade und Cola an öffentlichen Schulen bereits verboten.
Zucker steckt aber nicht nur in Softdrinks und Süßigkeiten, sondern auch da, wo man ihn gar nicht vermutet: In Frucht- und Gemüsesäften, in Tütensuppen und -soßen, in Milchprodukten, Fischkonserven und Tiefkühlkost, in Senf, fertigen Salatdressings, Tomatenketschup.
Viele Kinder sind bereits so sehr an Zucker gewöhnt, dass sie natürlich süße Obstsorten, wie beispielsweise Erdbeeren oder Ananas, im Naturzustand als “sauer” empfinden.
Wie man das verhindert, dazu einige Tipps von den Experten von
Eltern for family:
- Nur wenig aus Tüte, Truhe und Dose: Verzichten Sie, wo immer es geht, auf Fertignahrung. Statt Tiefkühlpizza oder Instant - Soßen zu kaufen, lieber große Mengen auf einmal vorkochen und dann portionsweise auftauen – das geht genauso schnell, ist billiger und gesünder.
- Den Süßhunger steuern: Damit Ihre Kinder nicht ständig nach Schokolade oder Gummibärchen gieren, bieten Sie drei- bis viermal pro Woche eine Süßspeise an: Quark mit Früchten, einen Pudding, Milchreis.
- Vorsichtig einkaufen: Nuss-Nougat-Cremes und Frühstücksflockenmischung sind keine Nahrungsmittel, sondern Süßigkeiten. Und sollten daher nur in kleinen Mengen gegessen werden. Wenn es gar nicht ohne Cornflakes geht: Mischen Sie reichlich Haferflocken, selbst geknackte Nüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne darunter.
- Selber machen: Marmelade Marke Eigenbau enthalten weniger Zucker und mehr Obst als gekaufte.
- Süßigkeiten rationieren: Eine angemessene Tagesration umfasst sechs Bonbons oder zwei Dickmanns oder einen kleinen Schokoriegel für Kinder, für Teenager eine halbe Tafel Schokolade.
- Wenn der Sucht nach Süßem nicht mit Vernunft und guten Worten beizukommen ist, hilft manchmal nur noch das: Taschengeld kürzen (denn das wird, statistisch gesehen, zu über 60 Prozent für Süßigkeiten ausgegeben) und den Betrag auf ein Sparbuch legen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es sich nicht um eine Strafe handelt, sondern eine Maßnahme, die seine Gesundheit schützt.







