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Taeniasis

Unter dieser Erkrankungsgruppe werden beim Menschen Infektionen mit dem Rinder- und dem Schweinebandwurm zusammengefasst. Der Mensch ist hier Endwirt. Die Würmer leben im Dünndarm des Menschen und sondern täglich etwa 10 geschlechtsreife "Proglottiden" ab, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Die Eier werden aus den Proglottiden entleert, und vom Zwischenwirt (Rind oder Schwein) aufgenommen. Dort schlüpft aus dem Ei eine Larve, die sich in die Muskulatur bohrt und dort zu einer Finne heranwächst. Die Infektion des Menschen erfolgt über das Essen rohen, infizierten Fleisches. Es kommt zu leichten Durchfällen oder Bauchschmerzen. In vielen Fällen treten überhaupt keine Beschwerden auf.

Gefürchtet ist die Cysticerkose. Hier gelangt das Ei des Schweinebandwurms sofort in den Menschen. Das heißt, der Mensch fungiert als Zwischenwirt und die ausgeschlüpften Larven bilden in der Muskulatur oder in anderen Organen Finnen. Die schwerste Form der Cysticerkose ist die Neurocysticerkose, bei der sich die Finnen in das Gehirn einnisten. Die Diagnose erfolgt über den Nachweis der Eier oder Proglottiden im Stuhl. Auch ein Antikörpernachweis steht zur Verfügung.

Schutz: Verzicht auf Verzehr von rohem Fleisch, insbesondere in Ländern, deren Nahrungsmittelüberwachung nicht so strikt ist wie in Mitteleuropa.

© Inhalte: Centrum für Reisemedizin 2009

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