Syphilis
Bei der Syphilis handelt es sich um eine in drei Stadien verlaufende Infektionskrankheit, die von Mensch zu Mensch, meist durch Geschlechtsverkehr, übertragen wird. Eine Infektion des Fötus bei Erkrankung der Mutter während der Schwangerschaft ist ebenfalls möglich (kongenitale Syphilis). Nach einer Inkubationszeit von 8-21 Tagen entwickelt sich an der Eintrittstelle des Erregers ein etwa pfenniggroßer Hautdefekt. Dieser ist gerötet, nässend und hoch infektiös. Die regionalen Lymphknoten sind ebenfalls geschwollen. Beides bildet sich nach einigen Wochen auch ohne Behandlung zurück. Das Sekundärstadium beginnt mit sehr vielfältigen Symptomen, insbesondere nicht juckenden Hauterscheinungen, chronischen Kopfschmerzen und Lymphknotenschwellung. In etwa 30% der Fälle kann die Krankheit in ihr drittes Stadium übergehen, das an der Haut durch "gummiartige" Hauteiterungen mit Zerfall der betroffenen Gewebe gekennzeichnet ist. Herz und Gehirn werden in diesem Stadium ebenfalls betroffen (kardiovaskuläre Syphilis, Neurosyphilis).
Die Diagnose wird über den Erregernachweis im Dunkelfeldmikroskop oder Antikörpertiter gestellt.
Schutz: Geschützter Geschlechtsverkehr.
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