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Russland

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Russische Föderation

Stand: 18.05.2012

Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.

Klima

Kontinentales Klima mit wenig Niederschlag und großen Temperaturgegensätzen; extrem kalte Winter, v.a. im nordöstlichen Sibirien; überwiegend warme, im Süden heiße Sommer; durchschn. Temp. in Moskau im Januar -10° C, im Juli 18° C.

Einreise-Impfvorschriften

Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben

Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 9 Monaten).

Gelbfieber-Impfbescheinigung erforderlich bei Einreise aus:

Angola · Äquatorialguinea · Argentinien · Äthiopien · Benin · Bolivien · Brasilien · Burkina Faso · Burundi · Ecuador · Elfenbeinküste · Franz. Guayana · Gabun · Gambia · Ghana · Guinea · Guinea-Bissau · Guyana · Kamerun · Kenia · Kolumbien · Kongo, Rep. · Kongo, Dem. Rep. · Liberia · Mali · Mauretanien · Niger · Nigeria · Panama · Paraguay · Peru · Ruanda · Senegal · Sierra Leone · Sudan · Suriname · Togo · Trinidad & Tobago · Tschad · Uganda · Venezuela · Zentralafr. Republik

Qualifizierte Beratungsstellen

http://www.crm.de/impfstellen.html

Empfohlener Impfschutz

Empfohlener Impfschutz.
ImpfschutzReisebedingung 1Reisebedingung 2Reisebedingung 3
Tetanusxxx
Diphtheriexxx
Hepatitis Axxx
Poliox

Hepatitis Bx

Jap. Enzephalitisx

FSMEx

Tollwutx


Reisebedingung 1:

Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich

Impfschutz:  Tetanus  Diphtherie  Hepatitis A  Polio  Hepatitis B  Jap. Enzephalitis  FSME  Tollwut 

Reisebedingung 2:

Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Impfschutz:  Tetanus  Diphtherie  Hepatitis A 

Reisebedingung 3:

Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)

Impfschutz:  Tetanus  Diphtherie  Hepatitis A 

Wichtiger Hinweis:

Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.

Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).

Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).

Qualifizierte Beratungsstellen

http://www.crm.de/rgi/beratungi.htm

Malaria

Die russische Föderartion gehört nicht zu den endemischen Malariagebieten. Trotzdem kam es in den letzten Jahren in den Sommermonaten durch Migrationsbewegungen zur Introduktion mit örtlicher Übertragung vor allem im Süden; 143 autochthone Erkrankungen wurden 2006 landesweit registriert, darunter ein zunehmender Anteil durch P.falciparum. Aber auch in Moskau gibt es Malaria. Hier wurden von 2005 - 2007 jährlich während der warmen Jahreszeit zwischen 40 und 60 Erkrankungen an Malaria tertiana gemeldet. 2007 fanden sich in 63% der städtischen Wasserflächen Anopheles-Larven. Eine Expositionsprophylaxe sollte beachtet werden. Darüberhinausgehende Vorbeugungsmaßnahmen sind nicht indiziert. Bei unklarem Fieber während oder nach einem Aufenthalt während der Sommermonate ist ggf. an eine Malaria zu denken.

Ratschläge zur Reiseapotheke

Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.

Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.

Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B. zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.

Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen!

Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.

Aktuelle Meldungen

Orale Infektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Weiterhin Risiko für Hepatitis A (eine Form der infektiösen Gelbsucht, Infektion meist über kontaminiertes Trinkwasser). Risiko fürTrichinellose (eine den Darm und die Muskulatur befallende Wurmerkrankung, meist über unzureichend gegartes Wildschwein- und Bärenfleisch) sowie Botulismus (eine bakterielle Vergiftung meist über hauseingemachte Lebensmittel, speziell Fischkonserven). Milzbrand, eine Tierkrankheit, die zu bösartigen Geschwüren an Haut oder Darm mit schweren Allgemeinerscheinungen führen kann, kommt vor allem im Osten (Sibirien) vor. In der Republik Komi im Nordwesten Russlands ist es zu einem Rotavirus-Ausbruch gekommen. 395 Infektionen wurden gemeldet (80% Kinder). Dies bedeutet eine Zunahme um 52% gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2009. Hygiene beachten, Impfschutz gegen Hepatitis A empfohlen.

Tollwut: Wildtiertollwut (v.a. bei Marderhunden und Füchsen) kommt in ganz Russland vor und gefährdet über Haustiere und streunende Hunde den Menschen. Durchschnittlich 12 Menschen sterben in Russland jährlich an der Tollwut, 2011 gab es im Großraum Moskau bislang 2 Todesfälle. Nach verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Da eine adäquate postexpositionelle Versorgung in ländlichen Gebieten nicht immer gewährleistet ist, sollten Risikoreisende vorbeugend geimpft sein.

Zecken: Mit der wärmeren Jahreszeit beginnt die "Zeckensaison". FSME/RSSE: Betroffen ist der gesamte eurasische Waldgürtel bis zum fernen Osten. Bei vorhersehbarer Exposition Impfung empfohlen, die auch gegen die russische Variante des Virus RSSE wirksam ist. Borreliose: Mit einem Risiko ist landesweit zu rechnen. Expositionsprophylaxe (z.B. Repellentien, bedeckende Kleidung) und frühzeitige Zeckenentfernung sind empfehlenswert.

Sicherheitshinweis: Reisen in den Nordkaukasus: Von Reisen nach Inguschetien, Tschetschenien, Dagestan, Nordossetien und Kabardino-Balkarien wird dringend abgeraten. Die Grenzübergänge nach Aserbaidschan (Samur) und Georgien (einschließlich Süd-Ossetien und Abchasien) sind für Ausländer ohne Sondergenehmigung nicht passierbar. (www.auswaertiges-amt.de)

HIV-Test: Für Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer und russischer Sprache verlangt (Formular auf Anfrage über die Botschaft).

Botschaften

Für Deutschland zuständige Vertretung:

Botschaft

Unter den Linden 63-65, 10117 Berlin

Tel.: 030 - 2 29 11 10 , 030 - 2 29 11 29

Fax: 030 - 2 29 93 97

E-Mail: info@Russische-Botschaft.de

URL: http://www.russische-botschaft.de


Deutsche Vertretung:

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Mosfilmowskaja 56, 119285 Moskau

Tel.: (007 495) 937 95 00

Fax: (007 495) 938 23 54

E-Mail: info@moskau.diplo.de, emb@mosk.diplo.de

URL: http://www.moskau.diplo.de


Quelle:

Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland

http://www.diplo.de

Nicht vergessen: Auslandskrankenversicherung

Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.

Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversiche rung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.

Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.

Beratungsstellen

Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:

Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)

http://www.crm.de/apothekenasp/apotheken.html

Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)

http://www.crm.de/rgi/adressen.htm

Die Angaben in diesem Informationssystem wurden nach bestem Wissen und sorgfältiger Recherche zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung kann nicht übernommen werden.

© Inhalte: Centrum für Reisemedizin 2012

http://www.crm.de

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