Ran an den Speck
Diesen Vorsatz hat nach einer Untersuchung der DAK mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung schon einmal gefasst. Theoretisch ist abnehmen ganz einfach: ausgewogen essen und mehr Sport treiben heißt das Geheimnis. Denn der Kampf gegen die Pfunde ist auch ein Kampf gegen die eigenen Gene: Denn die sind seit Urzeiten darauf programmiert, überschüssige Kalorien in Fettzellen zu speichern, um sie dann in Notzeiten wieder abzugeben. Je besser die Fettzellen gefüllt waren, um so sicherer konnte der Mensch in Hungerszeiten überleben. Doch plötzlich gibt es diese Hungerszeiten nicht mehr – zumindest in den reichen Industrienationen. Wer etwas essen möchte, öffnet den eigenen Kühlschrank, geht ins Restaurant oder kauft sich eine Curry-Wurst am Imbiss – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Darauf ist unser Körper nicht eingestellt. Wer trotzdem ständig mehr isst, als er verbraucht, setzt daher dauerhaft Fettpolster an.
Was einst das Überleben sicherte, führt heute zu ernsthaften Erkrankungen. Von Bluthochdruck, Gicht, Gelenkbeschwerden und Herzerkrankungen sind Übergewichtige viel häufiger betroffen als normalgewichtige Menschen. Verschiedene Wissenschaftler stellten fest, dass diese Erkrankungen ohne Medikamente zurückgehen, sobald der Betroffene abnimmt. Vor allem der Bluthochdruck normalisiert sich mit jedem verlorenen Kilo. Wir raten daher allen Übergewichtigen, nicht aufzugeben, nur weil das Idealgewicht unerreichbar ist. Aus ärztlicher Sicht gelten ein Jahr nach Diätbeginn fünf Prozent des Ausgangsgewichtes weniger auf der Waage als Erfolg – das wären beispielsweise vier Kilo bei einer achtzig Kilo schweren Frau.
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Wer ist übergewichtig?




