Red Tide
besondere Form der marinen Algenblüte
Die "Red Tide", eine besondere Form der marinen Algenblüte, ist durch das massenhafte Auftreten bestimmter Algenarten, die das Meerwasser rötlich färben, gekennzeichnet. Sie ist ein saisonales Problem, ausgelöst durch einige wenige Algenarten. Diese Algen produzieren ein starkes Nervengift, das für Fische, Vögel, Meeressäugetiere und auch für den Menschen gefährlich werden kann, vor allem, weil es sich über die Nahrungskette anreichert. Der Mensch nimmt das Gift üblicherweise über Nahrung auf, die aus den betroffenen Meeresregionen stammt, insbesondere über Muscheln und Fisch, aber auch über Krebstiere. Seltener ist die Aufnahme des Giftes über Aerosole der Brandung, was asthmaähnliche Symptome verursachen kann. Die regionale Verteilung sowohl der Algen als auch der Nahrungsfische ist sehr unterschiedlich, so dass den örtlich herausgegebenen, zeitlich befristeten Warnungen unbedingt Beachtung geschenkt werden sollte. Eine Vergiftung äußert sich mit vom Gift abhängigen Variationen innerhalb von 24 Stunden nach der infizierten Mahlzeit durch Übelkeit / Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall. In schweren Fällen treten neurologische Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Krämpfe, Orientierungslosigkeit, Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses sowie Atembeschwerden und Koma hinzu. Die Erkrankung ist abhängig von Art und Menge des aufgenommenen Giftes potentiell lebensgefährlich.
Schutz: Meiden jeglichen Fisches von Riffen, vor allem Warnhinweise beachten.
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