Paracoccidioidomykose
Erreger der Paracoccidioidomykose ist der Pilz Paracoccidioides (Blastomyces) brasiliensis. Im Boden kommt er als Schimmelpilz vor, der sich von totem, organischen Material ernährt. Die Erkrankung ist in Mittel- und Südamerika verbreitet, vor allem in Brasilien, Kolumbien und Venezuela.
Zur Infektion kommt es im Allgemeinen durch das Einatmen von Staub, der Sporen des Pilzes enthält. Die Inkubationszeit ist sehr variabel, sie kann einige Wochen, aber auch mehrere Monate betragen.
In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung symptomlos. Sie kann allerdings auch chronisch fortschreiten, so dass es noch nach Jahren zu klinischen Manifestationen kommen kann. Typische Symptome sind Geschwüre im Bereich der Nase und des Mundes. Bei Lungenbefall finden sich chronische Einlagerungen (Infiltrate), ähnlich der Tuberkulose. Im Verlauf der Erkrankung werden meist weitere Organe befallen. Unbehandelt verläuft eine manifeste Infektion oft tödlich.
Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis der Pilze im Gewebe, im Auswurf bzw. im Eiter. Ein Antikörpernachweis steht ebenfalls zur Verfügung.
Schutz: Eine spezielle Vorbeugung ist nicht möglich.
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