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Nigeria

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Stand: 18.05.2012

Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.

Klima

Tropisch-wechselfeuchtes Klima mit nach Norden hin abnehmenden Niederschlägen; Regenzeit im feuchtheißen Süden von April bis November, im Norden von Mai bis Oktober; an der Küste (Lagos) ganzjährig mittl. Temp. um 27° C bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit, im Norden größere Temperaturunterschiede.

Einreise-Impfvorschriften

Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben

Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).

Bei der Einreise aus Europa kann es vorkommen, dass auch der Nachweis einer Impfung gegen

  • Gelbfieber,

  • Meningokokken-Meningitis,

  • Cholera und

  • Polio

  • verlangt wird.

    Gelbfieber-Impfbescheinigung erforderlich bei Einreise aus:

    Angola · Äquatorialguinea · Argentinien · Äthiopien · Benin · Bolivien · Brasilien · Burkina Faso · Burundi · Ecuador · Elfenbeinküste · Franz. Guayana · Gabun · Gambia · Ghana · Guinea · Guinea-Bissau · Guyana · Kamerun · Kenia · Kolumbien · Kongo, Rep. · Kongo, Dem. Rep. · Liberia · Mali · Mauretanien · Niger · Nigeria · Panama · Paraguay · Peru · Ruanda · Senegal · Sierra Leone · Sudan · Suriname · Togo · Trinidad & Tobago · Tschad · Uganda · Venezuela · Zentralafr. Republik

    Qualifizierte Beratungsstellen

    http://www.crm.de/impfstellen.html

    Empfohlener Impfschutz

    Empfohlener Impfschutz.
    ImpfschutzReisebedingung 1Reisebedingung 2Reisebedingung 3
    Tetanusxxx
    Diphtheriexxx
    Hepatitis Axxx
    Polioxxx
    Gelbfieberxxx
    Cholerax

    Typhusx

    Hepatitis Bx

    Tollwutx

    Meningitisx


    Reisebedingung 1:

    Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich

    Impfschutz:  Tetanus  Diphtherie  Hepatitis A  Polio  Gelbfieber  Cholera  Typhus  Hepatitis B  Tollwut  Meningitis 

    Reisebedingung 2:

    Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

    Impfschutz:  Tetanus  Diphtherie  Hepatitis A  Polio  Gelbfieber 

    Reisebedingung 3:

    Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)

    Impfschutz:  Tetanus  Diphtherie  Hepatitis A  Polio  Gelbfieber 

    Wichtiger Hinweis:

    Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.

    Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).

    Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).

    Qualifizierte Beratungsstellen

    http://www.crm.de/rgi/beratungi.htm

    Malaria

    Risiko:

    • ganzjährig

    • hohes Risiko landesweit

    Vorbeugung:

    Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).

    Die wichtigsten Maßnahmen sind:

    • In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte)

    • Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen).

    • Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.

    • Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.

    • Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in Hochrisikogebieten)

    Ergänzend ist die Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten (Chemoprophylaxe) dringend zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Chemoprophylaxe fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten). Malariamittel sind verschreibungspflichtig.

    Mückenschutz

    http://www.crm.de/rgi/beratungm.htm

    Ratschläge zur Reiseapotheke

    Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.

    Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.

    Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B. zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.

    Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen!

    Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.

    Aktuelle Meldungen

    Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Cholera-Ausbrüche gab es im vergangenen Jahr in 26 Bundesstaaten. Landesweit traten in 2011 über 23.300 Fälle mit 742 Todesfällen auf. In diesem Jahr wurden bis Ende April erst 229 Fälle (4 Todesfälle) diagnostiziert. Nigeria gehört zu den Polio-Endemie-Ländern, in diesem Jahr wurden schon 28 Fälle registriert, in den vergangenen Jahren waren es 62 (2011), 41 (2010) und 388 (2009). Hygiene beachten, Impfung ist zu empfehlen.

    Masern: 2011 wurden ca. 27.700 Verdachtsfälle, 7.666 bestätigte Fälle und 194 Todesfälle gemeldet. Seit Jahresbeginn bis Anfang Mai 2012 gab es 5.385 Verdachtsfälle, 83 Erkrankte sind verstorben. Fehlende Impfungen sollten gemäß den aktuellen STIKO-Empfehlungen nachgeholt werden.

    Sicherheitslage: Angesichts von terroristischen Anschlägen wird auf das erhöhte Sicherheitsrisiko in nördlichen Landesteilen Nigerias hingewiesen. Gewarnt wird vor Reisen in die nordöstlichen Bundesstaaten Borno und Yobe und den südlichen Teil des Bundesstaates Bauchi angesichts von wiederholten Angriffen und Sprengstoffanschlägen militanter Gruppen auf Sicherheitskräfte, Märkte, Kirchen und Moscheen. Gewarnt wird außerdem vor Reisen in den nördlichen Bundesstaat Kano nach den schweren Anschlägen vom 20.01.2012 und der Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre in der Stadt Kano sowie der Entführung eines deutschen Staatsangehörigen. Dringend abgeraten wird von Aufenthalten im Gebiet Suleja im Bundesstaat Niger.Hier wurde wie in Teilen der Bundesstaaten Borno, Yobe und Bauchi vorübergehend ein Ausnahmezustand verhängt. Aufgrund von akuten Spannungen mit Unruhen und Anschlägen im nordwestlichen Teil des Bundesstaates Plateau wird bis auf weiteres auch von Reisen nach Jos und ins angrenzende Umland abgeraten. Grundsätzlich wird vor nicht notwendigen Reisen in die übrigen Landesteile Nordnigerias abgeraten (www.auswaertiges-amt.de).

    HIV-Test: Für Arbeits- und Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt (gilt nicht für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz).

    Medizinische Versorgung: Landesweit ist mit erheblichen Engpässen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Adaequate Ausstattung der Reiseapotheke (Zollbestimmungen beachten, Begleitattest ratsam), Auslandskrankenversicherungmit Abdeckung des Rettungsrückflug-Risikos für Notfälle dringend empfohlen.

    Botschaften

    Für Deutschland zuständige Vertretung:

    Botschaft

    Neue Jakobstrasse 4, 10179 Berlin

    Tel.: 030 - 21 23 00

    Fax: 030 - 21 23 01 64

    E-Mail: info@nigeriaembassygermany.org

    URL: http://www.nigeriaembassygermany.org


    Deutsche Vertretung:

    Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

    9 Lake Maracaibo Close, Maitama, Abuja, F.C.T.

    Tel.: 00234 9 - 220 80 10, 220 80 11

    Fax: 00234 9 - 220 80 09

    E-Mail: info@abuja.diplo.de

    URL: http://www.abuja.diplo.de


    Quelle:

    Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland

    http://www.diplo.de

    Nicht vergessen: Auslandskrankenversicherung

    Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.

    Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.

    Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.

    Beratungsstellen

    Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:

    Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)

    http://www.crm.de/apothekenasp/apotheken.html

    Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)

    http://www.crm.de/rgi/adressen.htm

    Die Angaben in diesem Informationssystem wurden nach bestem Wissen und sorgfältiger Recherche zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung kann nicht übernommen werden.

    © Inhalte: Centrum für Reisemedizin 2012

    http://www.crm.de

    weiterführende Links

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