Mexiko
Stand: 18.05.2012
Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
Klima
Im Norden subtropisch-trockenes Klima, sonst tropisch-wechselfeucht; im Westen (Pazifikseite) Hauptniederschläge von Juni bis September, auf der Ostseite (Golf von Mexico) gleichmäßige Verteilung über das ganze Jahr; Yucatán ganzjährig feucht-heiß; durchschn. Temp. in Mexico-City (2.300 m ü.M.) im Januar 12° C, im Juni 19° C.
Einreise-Impfvorschriften
Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht. Neben den in Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise jedoch weitere Impfungen sinnvoll sein.
Qualifizierte Beratungsstellen
http://www.crm.de/impfstellen.htmlEmpfohlener Impfschutz
| Impfschutz | Reisebedingung 1 | Reisebedingung 2 | Reisebedingung 3 |
|---|---|---|---|
| Tetanus | x | x | x |
| Diphtherie | x | x | |
| Hepatitis A | x | x | x |
| Typhus | x | ||
| Hepatitis B | x | ||
| Tollwut | x |
Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Impfschutz: Tetanus Diphtherie Hepatitis A Typhus Hepatitis B TollwutReisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Impfschutz: Tetanus Diphtherie Hepatitis AReisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Impfschutz: Tetanus Diphtherie Hepatitis A Wichtiger Hinweis:Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
Qualifizierte Beratungsstellen
http://www.crm.de/rgi/beratungi.htmMalaria
Risiko:
ganzjährig
geringes Risiko herdförmig in tiefer gelegenen Regenwaldgebieten im S der Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas, am höchsten im N der Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca, weniger im S von Quintana Roo sowie in Campeche und Tabasco vorw. im Grenzgebiet zu Belize und Guatemala, dort auch vereinzelt P. falciparum
in anderen Tieflandgebieten (z.B. Yucatan, Veracruz) ist das Risiko sehr gering
Baja California, Höhenlagen, Städte, Touristenresorts an den Küsten sowie die meisten touristisch frequentierten Orte im Landesinneren gelten als malariafrei
Vorbeugung:
Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte)
Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen).
Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in Hochrisikogebieten)
Ergänzend ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung (Stand-by-Behandlung) zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Behandlung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten). Malariamittel sind verschreibungspflichtig.
Mückenschutz
http://www.crm.de/rgi/beratungm.htmRatschläge zur Reiseapotheke
Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B. zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen!
Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.
Aktuelle Meldungen
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Aufgrund von Mängeln im Abwassersystem sowie bei der Trinkwasserversorgung kommt es regelmäßig zu Hepatitis-A-Ausbrüchen, betroffen sind vor allem Kinder. Hygiene und Impfschutz beachten.
Dengue: Im Jahr 2011 gab es fast 68.000 Verdachtsfälle, 14.789 konnten labortechnisch bestätigt werden, 36 Erkrankte sind gestorben. In diesem Jahr wurden der WHO bis Ende April schon 16.649 klinische Fälle gemeldet. 3.094 wurden labortechnisch bestätigt, 1.061 verliefen mit Komplikationen und 9 Menschen sind bisher verstorben. Im Vergleichszeitraum 2011 wurden weniger Erkrankungen diagnostiziert. Betroffen sind auch die bei Touristen beliebten Ziele Yucatan und Acapulco. Anfang April meldeten die beiden Regionen Hidalgo und Tamaulipas kleinere Ausbrüche. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.
Sicherheitshinweis: Die Kriminalität stellt in Mexiko ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die Gewalt zwischen staatlichen Sicherheitskräften und der organisierten Kriminalität sowie der Drogenbanden untereinander ist besonders ausgeprägt in den nördlichen Bundesstaaten an der Grenze zu den Vereinigten Staaten von Amerika und den dort gelegenen Großstädten wie Tijuana, Ciudad Juarez, Reynosa, Monterrey und Chihuahua, aber keineswegs auf diese beschränkt (www.auswaertiges-amt.de).
Gesundheitszeugnis / HIV-Test: Für Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") sowie ein HIV-Test in spanischer Sprache verlangt.
West Nile-Virus: Personen, die sich zwischen dem 1. Juni und 30. November eines Jahres in den USA, in Kanada oder in Mexiko aufgehalten haben, dürfen wegen der potentiellen Gefahr einer West Nile-Virus-Übertragung nach ihrer Rückkehr in Deutschland für 4 Wochen kein Blut spenden.
Botschaften
Für Deutschland zuständige Vertretung:
Botschaft
Klingelhöferstr. 3, 10785 Berlin
Tel.: 030 - 26 93 23 0
Fax: 030 - 26 93 23 700
E-Mail: mail@mexale.de
URL: http://portal.sre.gob.mx/alemania/
Deutsche Vertretung:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Horacio No. 1506, Col. Los Morales Sección Alameda, Deleg. Miguel Hidalgo, 11530 México D.F.
Tel.: 0052 55 - 52 83 22 00
Fax: 0052 55 - 52 81 25 88
E-Mail: info@mexiko-stadt.diplo.de
URL: http://www.mexiko.diplo.de
Quelle:
Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
http://www.diplo.deNicht vergessen: Auslandskrankenversicherung
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Beratungsstellen
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)
http://www.crm.de/apothekenasp/apotheken.htmlImpfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)
http://www.crm.de/rgi/adressen.htmDie Angaben in diesem Informationssystem wurden nach bestem Wissen und sorgfältiger Recherche zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung kann nicht übernommen werden.
© Inhalte: Centrum für Reisemedizin 2012
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