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Lassa-Fieber

Seit 1969 ist das Lassa-Fieber in der Provinz Lassa (Nordnigeria), aber auch in Liberia, Sierra Leone und Guinea als schwere, häufig tödlich verlaufende Erkrankung bekannt. Erst später zeigte sich, daß die Erkrankung auch in Mali, dem Senegal, der Dem. Republik Kongo, Burkina Faso, Ghana und der Elfenbeinküste vorkommt. Die Vielzitzenratte, ein dort lebender Nager, scheidet das Virus mit dem Urin aus und kontaminiert damit den Staub in der Nähe von Hütten und Wohnungen. Wird der kontaminierte Staub von den Bewohnern der Gegend eingeatmet, kommt es zur Infektion. Nach 8-10 Tagen beginnt ein sehr variables Krankheitsbild. Mit Beginn der 2. Krankheitswoche kommt es zu einer hoch schmerzhaften Rachenentzündung, Husten und Schmerzen hinter dem Brustbein. Unter rapider Verschlechterung des Allgemeinzustandes kommt es zu Blutungsneigung, Ödembildung (Gesicht, Hals), Ergussbildung (Brustfell, Herzbeutel) und Krampfneigung. Der Tod tritt unter nicht beherrschbarem Schock und Organversagen ein. Die Sterblichkeit beträgt 10-20%. Überlebt der Patient die 2. Woche, so ist mit einer Besserung zu rechnen, diese kann allerdings sehr lange Zeiträume beanspruchen.

Die Diagnose wird durch direkten Virusnachweis oder Antikörpernachweis im Blut gestellt.

Schutz: Da die Vielzitzenratte das natürliche Erregerreservoir darstellt, kommt der Rattenbekämpfung in Endemiegebieten höchste Bedeutung zur Bekämpfung der Erkrankung zu.

© Inhalte: Centrum für Reisemedizin 2009

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