Kryptokokkose
Synonyme: europäische Blastomykose, Busse-Buschke-Krankheit, Torulose
Erreger der Kryptokokkose ist der Hefepilz Cryptococcus neoformans. Der Pilz ist weltweit verbreitet und kommt hauptsächlich in Vogelkot und in kontaminierter Erde vor.
Zur Infektion kommt es im Allgemeinen durch das Einatmen von Staub, der Sporen des Pilzes enthält. In seltenen Fällen dringt der Erreger über Wunden in den Körper ein. Die Inkubationszeit beträgt mehrere Wochen.
Die Kryptokokkose verläuft häufig symptomlos, sie kann aber auch schleichend chronisch werden. Besonders betroffen sind Personen mit geschwächtem Immunsystem. Die wichtigste Manifestation ist der Lungenbefall. Über das Blut können die Erreger auch andere Organe wie Leber, Haut, Augen und Knochen befallen. Bei schweren Verläufen kann es zu einer Hirnhautentzündung kommen.
Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis der Erreger im Auswurf. Ein Antikörpernachweis steht ebenfalls zur Verfügung.
Schutz: Eine spezielle Vorbeugung ist nicht möglich; Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten Kontakt mit Vogelkot vermeiden und eventuell eine antimykotische Dauertherapie in Betracht ziehen.
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