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Hakenwurmkrankheit

Die erwachsenen kleinen Rundwürmer (ca. 1 cm) haken sich im Dünndarm fest und saugen Blut. Die mit dem Stuhl ausgeschiedenen Eier entwickeln sich in etwa 1 Woche zu infektionstüchtigen Larven, wenn sie in feuchtwarmes Erdreich oder entsprechende Vegetation gelangen. Die Larven können durch die unverletzte, bloße Haut eindringen; selten erfolgt eine Infektion über kontaminierte Nahrung. Über Blut- und Lymphwege gelangen die Larven zunächst in die Lunge, von dort in den Rachen, werden verschluckt und siedeln sich schließlich im Dünndarm an. Hakenwürmer sind in den Tropen unter der ländlichen Bevölkerung weit verbreitet, insbesondere bei mangelhafter Fäkalienhygiene (Defäkationsplätze im Freien, Busch, Ufer von Gewässern in der Nähe von Dörfern). Die Infektion verursacht manchmal einen vorübergehenden Juckreiz an der Eintrittstelle, später Reizhusten und leichtes Fieber bei der Durchwanderung der Lunge. Im Darm bleibt ein geringer Befall symptomlos, zahlreiche Würmer können zu Bauchschmerzen und Blutarmut (Anämie) führen, speziell bei schlecht ernährten Kindern und Schwangeren. Diagnose durch Ei-Nachweis im Stuhl.

Schutz: festes Schuhwerk.

© Inhalte: Centrum für Reisemedizin 2009

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