Familien-Management
Familienmanager
Wie immer das gefundene Familien-Modell aussieht, der Berufstätige sollte sich immer vor Augen führen, dass Familien-Management eine anspruchsvolle Führungsaufgabe ist. Dazu gehören eben nicht nur die täglich wiederkehrenden Arbeiten im Haushalt und der Hauptteil der Arbeit bei der Kinderbetreuung, sondern eben auch die Hauptverantwortung am familiären Gleichgewicht. Das heißt, die Familien-Manager/-innen sorgen dafür, dass die Familie so gut als Einheit funktioniert, dass sie aus Krisen das Beste machen können. Daneben brauchen sie gute Zeitmanagement-Qualitäten und sind maßgeblich daran beteiligt, dass das Gefühl eines harmonischen Familienlebens aufkommt.
“Und ich bin immer der Depp”
Über kaum ein Thema lässt sich so trefflich streiten wie über die Erziehung der Kinder: Wie kann man die Belastung bei der Kinderbetreuung gerecht verteilen, was ist Fehlverhalten, wie geht man damit um und wer setzt die Familienregeln durch. Den Satz: “Du bist immer nur für die schönen Sachen da und ich bin die oder der Böse” kann man aber vermeiden:
- Seien Sie sich einig! Sprechen Sie gemeinsam alle grundsätzlichen Fragen durch. Teilen Sie die Pflichten bei der Erziehung auf und klären Sie, wann Sie diese erfüllen wollen
- Sicher wird einer von Ihnen mehr Zeit mit den Kindern verbringen, aber auch der berufstätige Elternteil sollte am selben Strang ziehen
- Bestimmen Sie gemeinsam die Familienregeln und wie mit Fehlverhalten umzugehen ist
- Die Konsequenzen sollte jeder, der gerade da ist, durchsetzen, damit das Kind lernt, dass Sie in der gleichen Art und Weise auf sein Verhalten reagieren
Machen Sie ein Meeting unter Managern
Nehmen Sie sich jeden Tag etwas Zeit, um miteinander über Ihr Kind oder Ihre Kinder zu sprechen:
- Als Familien-Manager/-in erzählen Sie Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin kurz, was am Tag passiert ist. Sprechen Sie über die schönen Dinge, aber auch über problematisches Verhalten Ihres Kindes. Überhäufen Sie Ihren Partner aber nicht mit Negativem. Berichten Sie von einem konkreten Fall und wie Sie damit umgegangen sind.
- Es ist wohltuend für die Familien-Manager/-innen, wenn der Partner nicht nur kritisiert, sondern auch unterstützt.
- Bei größeren Problemen verschieben Sie Ihre Diskussion auf einen ruhigen Moment, in dem Sie beide entspannt das Problem angehen können. Machen Sie ein Brainstorming, wie Sie zukünftig vorgehen können. Wählen Sie das am effektivsten Erscheinende aus und probieren Sie es aus.
Nie vor den Kindern
Es ist zwar für die Entwicklung eines Kindes gut, wenn es seine Eltern dabei beobachtet, wie sie konstruktiv, gelassen und entspannt Probleme lösen. Sich streiten oder Grundsatzdiskussionen vor dem Kind führen, ist aber alles andere als pädagogisch sinnvoll. Dies gilt natürlich besonders dann, wenn einer von Ihnen gerade eine wie auch immer geartete Erziehungsmaßnahme durchführt. Kommentieren Sie sie nicht, fallen Sie keinem in den Rücken und helfen Sie nicht bei der Durchführung. Zeigen Sie Ihren Kindern immer, dass Sie zusammenarbeiten.
Sie werden besser
Elternsein ist eine der am stärksten herausfordernden Aufgaben im Leben eines Erwachsenen. Haben Sie keine zu hohen Ansprüche an sich, niemand ist perfekt. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe von anderen anzunehmen. Das können Tipps und praktische Unterstützung der Eltern und Schwiegereltern sein. Genauso sinnvoll aber sind auch viele professionelle, pädagogische Einrichtungen, die mit Broschüren, Büchern oder Kursen Eltern-Know-how anbieten.
