Asthma bei Kindern
Was ist eigentlich Asthma?
Wer für eine Party schon mal Luftballons aufgeblasen hat, weiß wie anstrengend das ist. Spätestens nach dem fünften Ballon braucht man eine Verschnaufpause. Genau solche erholsamen Atemzüge sind Asthmakranken oft nicht möglich. Bei schwerem Asthma müssen sie immer wieder so angestrengt ausatmen, als würden sie pausenlos Luftballons aufblasen. Wie sehr das vor allem Kinder körperlich erschöpft, ist für Gesunde kaum vorstellbar.
Typische Asthma-Symptome:
- Atemnot, häufig anfallsartig, auch nachts und in den frühen Morgenstunden
- Husten, meist trocken
- hörbare Geräusche (Giemen, Pfeifen, Brummen) beim Ausatmen
- glasig-zäher Auswurf
Asthmatische Beschwerden sind die Folge krankhafter Veränderungen der Bronchien. Sie bilden ein verästeltes Röhrensystem, das die Luftröhre bis in den letzten Winkel der Lunge mit den Lungenbläschen verbindet. Die Bronchien sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet und von einer feinen Muskelschicht umgeben. Asthma ist eine Entzündung der Bronchialschleimhaut, die auf drei Wegen die Bronchien verengt:
- Die entzündete Schleimhaut schwillt an.
- Sie bildet vermehrt zähen Schleim.
- Die umgebende Muskelschicht verkrampft sich.
Verkleinert sich aber der Durchmesser der Bronchien, erhöht sich der Widerstand, den die Luft bei jedem Atemzug überwinden muss. Typisch für Asthma ist das erschwerte Ausatmen. Ein Großteil der Luft wird zwar mit einem äußerlich hörbaren Pfeifgeräusch herausgepresst. Ein Rest verbrauchter Luft bleibt aber in der Lunge und nimmt frischer, sauerstoffreicher Luft den Platz weg. Atemnot und eine Unterversorgung des Blutes mit Sauerstoff sind die Folge. Mit der Zeit überblähen sich die Lungenbläschen, was langfristig das Lungengewebe schädigt. Der sich bildende zähe Schleim führt außerdem zu dem typischen quälenden Hustenreiz, ohne dass es gelingt, richtig abzuhusten.
