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Asthma bei Kindern

Vorbeugung gegen Allergie-Auslöser

Wird ein allergisches Asthma diagnostiziert, sind die Allergene meist bekannt und sie können fortan konsequent gemieden werden. Tierhaaren, Konservierungs- und Duftstoffen aus dem Weg zu gehen, ist oft relativ leicht. Bei Pollen oder Hausstaubmilben ist die Sache schon schwieriger, da sie nahezu überall vorkommen. Oft kann dann eine allergiegerechte Wohnraumgestaltung den Hausstaub und damit die Allergenbelastung deutlich vermindern. Trockene und kühle Raumluft wirkt Hausstaubmilben und Schimmelpilzen entgegen. Pollenallergiker, die sich zur Blütezeit ihres "Allergens" wenig im Freien aufhalten, haben ebenfalls weniger Symptome.

Tipps für Zuhause:

  • Kinder vor Zigarettenrauch schützen – auch Passivrauchen reizt die Atemwege
  • erst spät am Abend gut lüften, da die Pollenbelastung dann meist geringer ist
  • regelmäßig feucht Staub wischen
  • Staubsauger mit Feinstaubfilter ausrüsten
  • Milbenstaub-undurchlässige Überzüge für Matratzen, Kissen und Bettdecken verwenden
  • Bettzeug wöchentlich bei mindestens 60 °C waschen
  • keine tierischen Bettfüllungen (Federn, Wolle) benutzen
  • keine Textil-Vorhänge ins Kinderzimmer hängen
  • Kuscheltiere aus dem Kinder-Bett verbannen
  • auf textile Fußbodenbeläge verzichten
  • feuchte Wände und Ritzen sanieren (Schimmelpilze)

Vorbeugung gegen nicht-allergische Auslöser

Auch Asthmaanfälle, die bei körperlicher Belastung auftreten, können verhindert werden. Die betroffenen Kinder müssen dafür schon früh ein Gespür für ihre individuelle Belastbarkeit entwickeln und lernen, sich entsprechend zu verhalten. Generell gilt: Asthmatische Kinder sollen sportlich aktiv sein. Um Belastungsreaktionen ihrer Atemwege vorzubeugen, ist neben der geeigneten Sportart entscheidend, ein paar "Spielregeln" zu kennen.

Eine psychische Belastung ist dagegen nicht so leicht zu verhindern. Das Kunststück besteht deshalb oft darin, den Kindern einen hohen Zeit- und Leistungsdruck sowie extreme emotionale Belastungen ganz zu ersparen - ohne sie übertrieben zu behüten.

Asthmatische Kinder sollten außerdem vor staubiger Umgebung, hoher Abgasbelastung und vor Dämpfen (Kochdünste, Zigarettenrauch) geschützt werden. Generell ist ein Raumklima ohne große Temperaturschwankungen und mit mittlerer Luftfeuchtigkeit für eine überempfindliche Bronchialschleimhaut ideal. Nahrungsmittel und Substanzen, die pseudo-allergische Reaktionen auslösen, müssen ebenso konsequent gemieden werden wie "echte" Allergene.

Eine Vorbeugung gegen Asthma bedeutet auch, dass sowohl die betroffenen Kinder selbst als auch ihre Umgebung auf einen Asthmaanfall vorbereitet sind:

  • Erzieher, Lehrer, Trainer, Eltern von Freunden müssen über die Krankheit informiert sein.
  • Das Bedarfsmedikament sollte immer dabei sein - bei Klassenfahrten, Besuchen bei Freunden oder Ähnlichem zusätzlich auch die Notfallmedikamente.
  • Ein Asthmapass, in dem Personalien, verordnete Notfallmedikamente, Telefonnummer des Arztes und bestehende Allergien vermerkt sind, sollte ebenfalls immer dabei sein.
  • Alle Ergebnisse der Lungenfunktionsmessungen sollten in einen Pass oder ein Tagebuch eingetragen werden, der im Urlaub und bei Klassenfahrten mitgeführt werden muss. So können sich andere Ärzte im Notfall rascher ein Bild über den Krankheitsverlauf machen.

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