Asthma bei Kindern
Psyche und Asthma
Kinder mit Asthma leiden nicht nur körperlich unter ihrer Erkrankung. Mit anderen nicht immer Schritt halten zu können, kann beschämen. Immer an die Medikamente denken zu müssen, ist anstrengend. Atemnot macht Angst. Dies bedeutet enormen emotionalen Stress,
der hormonelle Reaktionen bewirkt, die sich negativ auf die Atemwege auswirken können.
Auch Eltern asthmatischer Kinder sind oft psychisch durch die Erkrankung ihrer Sprösslinge belastet. Aus Sorge um ihr Kind neigen sie meist dazu, es mehr zu behüten als nötig und fühlen sich bald überfordert. Viele Eltern sind zudem unsicher, wie viel Verantwortung für die Krankheit und ihre Therapie sie wann an ihr Kind abgeben dürfen oder müssen. Derartige seelische Belastungen übertragen sich schnell auf ein Kind und beeinflussen - trotz bester Absichten – nicht selten den Krankheitsverlauf negativ.
Selbst alltägliche Eltern-Kind-Konflikte werden häufig vom Asthma überlagert und führen schnell zu einem Teufelskreis: Konflikte und seelische Anspannung verschlimmern die Krankheit. Je schlimmer sie aber wird, desto größer wird die seelische Belastung, was schließlich die Beschwerden noch verstärkt.
Betroffene Eltern können sich über das richtige "Konfliktmanagement" in Familien mit chronisch kranken Kindern beraten lassen. In Asthmaschulungen oder Selbsthilfegruppen lernen sie, den Stellenwert der Krankheit ihrer Kleinen realistischer einzuschätzen.
