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Kinderschlaf
Schlafen auf dem Bauch ist ungesund
Schlafen Babys nicht auf dem Bauch, sondern auf dem Rücken oder der Seite, haben sie seltener Fieber oder Ohrinfektionen. Das hat die DAK von amerikanischen Wissenschaftlern erfahren, die die Schlafgewohnheiten von über 14.000 Babys im ersten Lebensjahr studierten.
Speziell analysiert wurden die Daten von über 3.700 Kindern, die im ersten, dritten und sechsten Lebensmonat dieselbe Schlafposition beibehalten hatten. Von diesen Kindern schliefen 47 Prozent auf dem Rücken, rund 29 Prozent auf der Seite und 24 Prozent auf dem Bauch. Für den selben Zeitraum wurden diese Daten mit Erkrankungen wie Fieber, Husten, Nasen- oder Ohrproblemen verglichen. Die Symptome waren bei den Babys, die auf dem Rücken oder der Seite schlafen, deutlich seltener. Die Forscher vermuten, dass die eigene wärmere Atemluft in der Bauchlage die Infektionen begünstigten.
Bauchlage und zu warme Kinderbettchen sind außerdem Risikofaktoren für plötzlichen Kindstod. Mit dieser Diagnose müssen sich in Deutschland jedes Jahr rund tausend Familien abfinden. Scheinbar gesunde Kinder hören im Schlaf auf zu atmen.
DAK-Ärztin Waltraut Pfarrer rät eindringlich, Babys nur auf dem Rücken einschlafen zu lassen. Schnuller und Schlafsack verhindern, dass die Kleinen sich im Schlaf auf den Bauch drehen. Der Schlafsack kann außerdem im Gegensatz zur Bettdecke nicht über das Gesicht rutschen und so das Atmen erschweren. Und auch wenn es noch so kuschelig wirkt: Kissen, Nestchen und Felle haben im Kinderbettchen nichts zu suchen. Die Raumtemperatur im Kinder-Schlafzimmer sollte zwischen 16 und 18 Grad liegen.
Schlafen macht Kinder schlau
Schlafen Kinder nachts nur eine halbe Stunde mehr, kann das ihre Reaktion und Konzentration erheblich beeinflussen. Das stellten Wissenschaftler der Universität in Tel Aviv bei Schulkindern im Alter zwischen neun und elf Jahren fest.
Die Kinder mussten nach ihrer gewohnten Nachtruhe einen Reaktionstest am Computer machen. Nach einem wissenschaftlich ausgearbeiteten System wurden sie dann dreimal eine Stunde früher oder später ins Bett geschickt. Darauf wurde der Test wiederholt. Die Gruppe, die früher ins Bett ging, schlief im Durchschnitt eine halbe Stunde länger. Sie schnitten besser ab als zu Beginn der Studie und hatten einen deutlichen Vorsprung vor den Teilnehmern mit weniger Schlaf. Die Kinder mit dem Schlafdefizit reagierten langsamer und konnten sich wenig konzentrieren.
Ausreichend Schlaf ist für die geistige Leistungsfähigkeit des Kindes besonders wichtig. Was viele Eltern aber kennen: Aufgeregte, "überdrehte" Kinder, schlafen schlecht ein. Dagegen können sieben Tipps der DAK helfen:
- keine Action, wie etwa herumtoben, vor dem Schlafen gehen
- Fernsehen, Computer oder laute Musik ist eine Stunde vorher passé
- möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen
- ein Einschlafritual einhalten (vorlesen oder Kinderhörspiel)
- das Schlafzimmer sollte ruhig und abgedunkelt sein
- ideale Zimmertemperatur zwischen 16 und 18 Grad
- für genügend frische Luft sorgen
