
Statement Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, zum DAK-Plakatwettbewerb "bunt statt blau"
Als ich im Herbst 2009 das Amt der Drogenbeauftragten übernommen habe, hat mich die DAK sofort gefragt, ob ich die Schirmherrschaft für den Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ übernehmen möchte. Ich habe sofort zugesagt. Die Aktion bringt Jugendliche dazu, sich auf kreative Art und Weise mit dem Thema Rauschtrinken auseinanderzusetzen. Darüber hinaus regt sie auch zur Diskussion untereinander an. Beim Betrachten der Bilder werden einem die dramatischen Folgen des Rauschtrinkens besonders "plakativ" vor Augen geführt. Ein Bild sagt oft mehr als viele Worte!
Es gab 8.000 Teilnehmer aus 400 Schulen, die 3.500 Plakate gestaltet haben. Mit so vielen Einsendungen hatte ich nicht gerechnet, aber die große Resonanz freut mich natürlich sehr. Sie zeigt, dass die Aktion so gestaltet war, dass sie Jugendliche anspricht. Neben der Teilnehmerzahl ist aber auch die Qualität der eingereichten Werke beeindruckend. Die bunten Bilder gegen blaue Kids und Teenager wecken Interesse für das Thema, sie regen Jugendliche zum Diskutieren an. Jugendliche können sich gegenseitig die negativen Folgen des Rauschtrinkens bewusst machen.
Im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch ist natürlich auch das direkte Umfeld gefordert. Eltern müssen Grenzen setzen, müssen mit ihren Kindern über die Gefahren des Rauschtrinkens sprechen. Gute Freunde fordern nicht zum Rauschtrinken auf, sagen gemeinsam „Nein“ zum Rauschtrinken, kümmern sich um Hilfe, wenn der Freund zu viel getrunken hat. Alkoholprävention sollte fester Bestandteil im Lehrplan der Schulen sein. Alle Erwachsenen müssen sich immer ihrer Vorbildfunktion bewusst sein.