Daten und Fakten zum Alkoholkonsum

Zwischen 2000 und 2008 stieg der Anteil der alkoholbedingten Krankenhausbehandlungen in der Altersgruppe der 10- bis 20-Jährigen um 199 Prozent. (Quelle: DAK/Statistisches Bundesamt)Die Behandlung in der Klinik ist bei 10- bis 20jährigen seit 2000 um 170% gestiegen.

Nach Schätzungen der EU-Kommission nehmen 15 Prozent der Erwachsenen schädliche Mengen Alkohol zu sich (Quelle: www.europa.eu, Pressemitteilung vom 9. Oktober 2009)

Im Vergleich von 25 Mitgliedsstaaten der EU hat Deutschland die zweithöchste alkoholbedingte Todesrate bei Frauen (Quelle: dhs)

Jährlich werden in Deutschland etwa 2200 Kinder mit einer Alkoholembryopathie (FAS) geboren. Die Zahl der Kinder, die von Geburt an durch Fetale Alkoholeffekte (FAE) in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind, dürfte um ein Vielfaches höher liegen (Quelle: dhs)

Alkohol- und Tabakkonsum in Deutschland

2000 2004 2008
Bier in 1000 hl 99.477 92.397 87.874
Schaumweine in 1000 hl 3.393 3.111 3.190
Trinkwein einschl. Schaumwein in 1000 hl 20.044 19.590 20.194
Branntwein in 1000 hl 1.782 1.750 1.735
Zigaretten in Mio. Stück 139.625 111.761 87.979
Zigarren/Zigarillos in Mio. Stück 139.625 111.761 87.979
Feinschnitt in t 14.611 24.265 21.849
Pfeifentabak in t 909 884 1.883

Quelle: Verknüpfung mit einer Internetseite außerhalb DAK.de www.gbe-Bund.de

Die Kosten des Alkoholkonsums

In Deutschland werden jährlich mehr als 500 Millionen Euro für Alkoholwerbung ausgegeben.
Die Alkoholbranche gibt jährlich 600 Millionen Euro für Sponsoring aus.
Mit Alkohol werden jährlich mehr als 3 Milliarden Euro Steuern eingenommen.
Die jährlichen Kosten alkoholbezogener Krankheiten liegen bei über 20 Milliarden Euro.

Alkohol in Familie und Gesellschaft

Rund 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen in alkoholbelasteten Familien auf. Sie sind die größte bekannte Risikogruppe für spätere Suchtstörungen. Ursachen sind nicht etwa genetische Einflüsse, sondern das Nachahmungsverhalten, soziale Bekräftigung und die allgemeine Qualität der Eltern-Kind-Beziehung.

Werbung verführt Jugendliche zum Trinken

Je mehr Alkoholwerbung Jugendliche schauen, desto mehr Alkohol trinken sie. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine DAK-Studie. Und: Alkoholwerbung wird eher von Jungen wahrgenommen als von Mädchen, sie erinnern auch die Marken häufiger. Der Forschungsbericht macht deutlich, welch starker Zusammenhang zwischen Alkoholwerbung und dem Alkoholkonsum junger Menschen besteht. Fazit: Hoher Werbekontakt, hoher Alkoholkonsum. 3.400 Schüler im Alter von zehn bis 17 Jahren aus 174 Schulklassen nahmen an der großen Befragung teil.

Buchtipp:

Thomasius, Häßler, Nesseler: Wenn Jugendliche trinken: Auswege aus Flatrate-Trinken und Koma-Saufen: Jugendliche, Experten und Eltern berichten (Broschiert), ISBN-13: 978-3830435211